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	<title>Architect, Author at architectureinberlin.com</title>
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	<description>Architektur in Berlin</description>
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	<title>Architect, Author at architectureinberlin.com</title>
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	<item>
		<title>Friedrichstraße 58/ Leipziger Straße, Mädlerhaus</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/friedrichstrasse-58-leipziger-strasse-maedlerhaus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Oct 2021 07:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Titelbild: Das frühere &#8222;Kaufhaus Moritz Mädler&#8220; in der Friedrichstraße 56, Ecke Leipziger Straße (links), in Berlin-Mitte, erbaut 1909. Von Beek100 &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0. Den Namen Mädler kennt man vor allem von der prachtvollen Mädler-Passage in Leipzig. Doch der Unternehmer und Mäzen Anton Mädler ließ auch in Berlin Mitte ein Gebäude errichten: ein sechsstöckiges Kaufhaus, entworfen von dem Berliner Architekten Rober Leibnitz. Es befindet sich an der Friedrichstraße 58, an der Ecke zur Leipziger Straße. Das im Zweiten Weltkrieg überwiegend zerstörte Gebäude wurde 1998 von Christiano Ceccato restauriert. Architektur im Mädlerhaus Robert Leibnitz erbaute das sechsgeschossige Gebäude 1908 im Jugendstil. Seine Fassade ist</p>
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<p><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7078103" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em><strong>Titelbild:</strong> Das frühere &#8222;Kaufhaus Moritz Mädler&#8220; in der Friedrichstraße 56, Ecke Leipziger Straße (links), in Berlin-Mitte, erbaut 1909. Von Beek100 &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.</em></a></p>



<p>Den Namen Mädler kennt man vor allem von der prachtvollen Mädler-Passage in Leipzig. Doch der Unternehmer und Mäzen Anton Mädler ließ auch in Berlin Mitte ein Gebäude errichten: ein sechsstöckiges Kaufhaus, entworfen von dem Berliner Architekten Rober Leibnitz. </p>



<p>Es befindet sich an der Friedrichstraße 58, an der Ecke zur Leipziger Straße. <a href="https://www.immobilien-zeitung.de/15533/altes-juwel-mit-neuem-schliff" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das im Zweiten Weltkrieg überwiegend zerstörte Gebäude wurde 1998 von Christiano Ceccato restauriert.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur im Mädlerhaus</h2>



<p>Robert Leibnitz erbaute das sechsgeschossige Gebäude 1908 im Jugendstil. Seine Fassade ist bestimmt von zahlreichen Fensterelementen und einem Gemäuer aus Sandstein. Das Erdgeschoss schließt nach oben mit einem Gesims ab. Über den ersten und zweiten Stock erstrechen sich vier große Rundbogenfenster aus zwölf einzelnen Glaselementen, in der Friedrichstraße befinden sich sechs davon. </p>



<p>Über dem Haupteingang in der Friedrichstraße wurde ein halbrundes Glaselement gewählt, das oben mit einem halbrunden Balkon abschließt. Zwischen den einzelnen Fenstern gliedern Säulen die Fassade, die sich bis zum Gesims über dem vierten Geschoss erstrecken. Zwischen den Säulen wurden im dritten und vierten Stock vier längliche, nahezu bodentiefe Fenster angebracht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-maedlervilla-leipzig-1.jpg"><img decoding="async" width="800" height="534" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-maedlervilla-leipzig-1.jpg" alt="" class="wp-image-421" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-maedlervilla-leipzig-1.jpg 800w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-maedlervilla-leipzig-1-300x200.jpg 300w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-maedlervilla-leipzig-1-768x513.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11025565" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mädlervilla in Leipzig, Hans-Driesch-Straße 2, vom Leipziger Architekten Julius Zeißig erbaut von www.Gutachter-Wagner.de &#8211; Eigenes Werk (Originaltext: eigene Arbeit), CC BY 3.0.</a></figcaption></figure>



<p>Das umlaufende Gesims bildet einen Balkon. Das Erdgeschoss ist nahezu vollständig verglast, lediglich die tragenden Wände mit ihrer Sandsteinfassade unterbrechen die ausladenden Schaufenster.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung</h2>



<p>Das Kaufhaus war bis 1945 eines der wichtigsten in ganz Berlin. Selbst den Zweiten Weltkrieg überdauerte es, denn die Nationalsozialisten vereinnahmten es für sich. <a href="https://www.morgenpost.de/printarchiv/seite3/article104695674/Das-Maedler-Haus-und-der-legendaere-DDR-Chinese.html?_ptid=%7Bjcx%7DH4sIAAAAAAAAAI2RXW-CMBSG_0uvbXL6obS9c5lO5yI6iFPvChTtooBQ1Lnsvw_JXGKyi_Wufd7nJOftJ9I2QQp1Z-tLcozH6RJ1UKE3ZmHNaXwlFCjBQDAFDBIzwBwwlT08iIND9exTOXzlH0_TC-bM41KwRHoRFwKokUkkRM8IDppLTpvB5lyY0posNu3owXJNA38-DsOH0R0dnE1cO5tnbYwI8N4dQLnB0Bzq8tpF7JCmxTHxSrLXdVFVd34__pWrbX4Kzb7YaWdGzJuELBAwewkJNMZWVzeGlCtr00Hu597KfugH44CSt-Hq2suNLXRpdeaukaze7Too1vtC201W3R6OtrItR0f8V4GMUDzp5tP5Yx4sF3t_vtLJfwq0RfsjwFQSKZ7ynqIRgEpjoRXVFBSJpFRx6pkmXFem7G9M5honOaXXBdwOKdIjhBJPMPn1DdBFNmD-AQAA" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In der DDR beherbergte das Gebäude ein bekanntes chinesisches Restaurant.</a> Außerdem nutzte es der bekannte SED-Politiker Alexander Schalck-Golodkowski für die Geschäfte des „staatlichen Kunsthandels“. Der Funktionär handelte einen Milliarden-Kredit mit der BRD aus, und genoss zahlreiche Privilegien in der DDR. Nach der Wende kaufte es eine Bank auf, die es jedoch lange leer stehen ließ. </p>



<p>Heute befindet sich das Gebäude als einziges in der Straße in Privatbesitz. Es ist eines von drei Gebäuden in der Friedrichstraße, die noch aus der Vorkriegszeit stammen. Die Düsseldorfer Investoren-GbR steckte 40 Millionen D-Mark in die Restaurierung. Ein Edelfriseur hat heute seine Geschäftsräume im Erdgeschoss, in den oberen Stockwerken befinden sich Büros.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Disconto-Gesellschaft, Unter den Linden 13</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/disconto-gesellschaft-unter-den-linden-13/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Aug 2021 12:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Titelbild: Ehemaliger Bauteil II des Komplexes der Disconto-Gesellschaft, Unter den Linden 13, in Berlin-Mitte von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0. Unter der Adresse Unter den Linden 13 – 15 in Berlin Mitte findet man das ehemaligen Bauteil II des Gebäudekomplexes der Disconto-Gesellschaft. Zwischen 1889 und 1891 wurde es von den Architekten Hermann Ende und Werner Böckmann errichtet. In den 1920er Jahren wurde am östlichen Ende an der Ecke Charlottenstraße ein deutlich größerer Erweiterungsbau durch die Architektengemeinschaft Bielenberg &#38; Moser errichtet. Heute residiert die Deutsche Bank in dem denkmalgeschützten Gebäude im Berliner Bankviertel. Architektur Der Erweiterungsbau verfügt über vier Hauptgeschosse und drei weitere,</p>
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]]></description>
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<p><em><a href="Ehemaliger Bauteil II des Komplexes der Disconto-Gesellschaft, Unter den Linden 13, in Berlin-Mitte von Jörg Zägel - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0." target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Titelbild:</strong> Ehemaliger Bauteil II des Komplexes der Disconto-Gesellschaft, Unter den Linden 13, in Berlin-Mitte von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.</a></em></p>



<p>Unter der Adresse Unter den Linden 13 – 15 in Berlin Mitte findet man das ehemaligen Bauteil II des Gebäudekomplexes der Disconto-Gesellschaft. Zwischen 1889 und 1891 wurde es von den Architekten Hermann Ende und Werner Böckmann errichtet. </p>



<p><a href="https://www.morgenpost.de/printarchiv/immobilien/article104468464/Baumeister-fuer-Berlin-Richard-Bielenberg-Josef-Moser.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">In den 1920er Jahren wurde am östlichen Ende an der Ecke Charlottenstraße ein deutlich größerer Erweiterungsbau durch die Architektengemeinschaft Bielenberg &amp; Moser errichtet.</a> Heute residiert die Deutsche Bank in dem denkmalgeschützten Gebäude im Berliner Bankviertel.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur</h2>



<p>Der Erweiterungsbau verfügt über vier Hauptgeschosse und drei weitere, auf das Hauptgebäude aufgesetzte Attikageschosse. Diese werde mit einem mächtigen Brüstungsgeländer und einem Gesims optisch an der Fassade von den Hauptgeschossen getrennt. Die Fassade ist ansonst schlicht und sachlich gehalten, obwohl sich auch hier erkennen lässt, dass der Bau von der Tradition der prunkvollen Bankpaläste beeinflusst war. Dennoch verzichtete man auf Beiwerk wie Ornamente oder Skulpturen und spielte lediglich mit schlichten Gliederungselementen, was ganz dem damaligen Zeitgeist entsprochen hat. </p>



<p>In der Charlottenstraße befindet sich das mittlere Hauptgebäude, vor dem die eingeschossige Kassenhalle gesetzt wurde. Das Eingangsportal ist zurückhaltend gestaltet worden. Rechts und links des Mittelflügels befinden sich die sechsstöckigen Seitenflügel, der linke davon mündet in das ältere Disconto-Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Dieser ältere Gebäudeflügel besitzt eine <a href="https://www.baustoffwissen.de/baustoffe/baustoffknowhow/fassade_und_massivbau/sandstein-baustoff-einsatzbereiche-naturstein-eigenschaften-sedimentgestein/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Fassade aus rotem Sandstein</a>. Im ersten und zweiten Stock wurden schmuckvolle Balkons angebracht. Im Mittelteil des Gebäudes erstrecken sich Säulen über das zweite und dritte Geschoss. Weitere Gesimse strukturieren das Gebäude.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-disconto-gesellschaft-deutsche-bank-unter-den-linden-1000-Mark-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-disconto-gesellschaft-deutsche-bank-unter-den-linden-1000-Mark-1.jpg" alt="" class="wp-image-413" width="244" height="319"/></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94399980" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kommandit-Anteil der Disconto-Gesellschaft, vom 28. March 1922 von Unbekannte Autoren und Grafiker; Scan vom EDHAC e.V. &#8211; Sammlung eines Mitglieds des Ersten Deutschen Historic-Actien-Clubs e.V. (EDHAC e.V.); (kl), Public Domain.</a></figcaption></figure></div>



<p>Nachdem der Gebäudekomplex in dem 1990ern wieder in den Besitz der Deutschen Bank überging, begannen umfassende Modernisierungsarbeiten. Dabei wurden zwei Attikageschosse vom Mittelflügel abgetragen und der Innenhof mit Glas überdacht. Von der Kassenhalle erstreckt sich nun eine Glasfassade über das komplette Mittelgebäude bis zum Dach, welche das alte Gemäuer schmückt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung</h2>



<p><a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/pionier-des-deutschen-bankengewerbes.932.de.html?dram:article_id=131325" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erbaut wurden die Gebäude für die Nutzung durch die Disconto-Gesellschaft, die 1929 mit der Deutschen Bank fusionierte.</a> Zwischen 1933 und 1945 residierte hier jedoch das Reichsarbeitsministerium. </p>



<p>Viele der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Bankenviertel" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gebäude im Berliner Bankenviertel</a> wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, der Gebäudekomplex unter der Adresse Unter den Linden 13 bis 15 blieb jedoch gut erhalten. Nach der Wende ging das Gebäude in den Besitz der Deutschen Bank über. Sie modernisierte den denkmalgeschützten Komplex umfangreich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Artikel zu Gebäuden der Gründerzeit in Berlin</h2>



<ul><li><a href="https://www.architectureinberlin.com/?p=371&amp;preview=true" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ehemalige Ritterschaftsbank am Zietenplatz</a></li><li><a href="https://www.architectureinberlin.com/?p=387&amp;preview=true" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hotel Roter Adler</a></li><li><a href="https://www.architectureinberlin.com/?p=395&amp;preview=true" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Carl-von-Ossietzky-Gymnasium</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Moabit, Turmstraße, Kriminalgericht</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/moabit-turmstrasse-kriminalgericht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2021 11:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen ganzen Häuserblock nimmt das monumentale, als „Kriminalgericht“ bezeichnete Justizgebäude in Moabit im Bezirk Berlin Mitte ein – und hinterlässt in dem Arbeiterviertel mächtig Eindruck. Von den einen wird es als „kaiserlichen Faustschlag ins Gesicht der Moabiter Arbeiterklasse“ und Einschüchterungsbau kritisiert, andere wiederum nehmen es als Ausdruck für einen wertzuschätzenden Rechtsstaat wahr. Architektur vom Kriminalgericht Beim Kriminalgericht in Moabit handelt es sich um einen neobarocken Bau, geplant von dem Geheimen Oberbaurat Paul Thoemer und dem Landesbauinspektor Jean Fasquel. Die Bauleitung hatten Rudolf Mönnich und Carl Vohl inne. Das Hauptgebäude erstreckt sich über 210 Meter entlang der Turmstraße. Nebst dem herausragenden, mittig platzierten Hauptportal ragen zwei</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Einen ganzen Häuserblock nimmt das monumentale, als „Kriminalgericht“ bezeichnete Justizgebäude in Moabit im Bezirk Berlin Mitte ein – und hinterlässt in dem Arbeiterviertel mächtig Eindruck. Von den einen wird es als „kaiserlichen Faustschlag ins Gesicht der Moabiter Arbeiterklasse“ und Einschüchterungsbau kritisiert, andere wiederum nehmen es als Ausdruck für einen wertzuschätzenden Rechtsstaat wahr.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kriminalgericht-berlin-moabit-ursprungsbau-1882-1.png"><img decoding="async" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kriminalgericht-berlin-moabit-ursprungsbau-1882-1.png" alt="" class="wp-image-405"/></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12284644" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der nicht mehr vorhandene Ursprungsbau des Kriminalgerichts Moabit von 1882 (Altes Kriminalgericht) von Autor unbekannt &#8211; Berlin: Von der Residenzstadt zur Industriemetropole. Katalog zur Ausstellung im Lichthof der Technischen Universität Berlin (1981-10-09…1981-11-30). TU Berlin 1981, ISBN 3-7983-0773-3, Volume 2, page 58. Archive: Hans-Werner Klünner, Verein für die Geschichte Berlins, Gemeinfrei.</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur vom Kriminalgericht</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kriminalgericht-berlin-moabit-eingangsportal-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kriminalgericht-berlin-moabit-eingangsportal-1.jpg" alt="" class="wp-image-407" width="317" height="479"/></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5473557" target="_blank" rel="noreferrer noopener">21.6.1991 Gerichtsgebäude in Berlin, Kriminalgericht, Turmstr. 91, Berlin-Moabit. Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F088483-0024 / Thurn, Joachim F. / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de.</a></figcaption></figure></div>



<p>Beim Kriminalgericht in Moabit handelt es sich um einen neobarocken Bau, geplant <a href="https://www.morgenpost.de/printarchiv/immobilien/article102310134/Baumeister-fuer-Berlin-Paul-Thoemer.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">von dem Geheimen Oberbaurat Paul Thoemer</a> und dem Landesbauinspektor Jean Fasquel. Die Bauleitung hatten Rudolf Mönnich und Carl Vohl inne. Das Hauptgebäude erstreckt sich über 210 Meter entlang der Turmstraße. Nebst dem herausragenden, mittig platzierten Hauptportal ragen zwei 60 Meter hohe Türme empor, welche mit einer Kupferkuppel abschließen. An der gesamten Fassade wurden etliche Gesimse entsprechend dem neobarocken Stil angebracht. Das Dach über dem Eingangstor läuft nach romanischem Stil spitz zu. Über dem Haupttor sowie an einem der Torbögen der Mittelhalle thront die Göttin Justitia als Steinskulptur. Ornamente, Säulen und Steinskulpturen in Form von Adlern beeindrucken die Besucher vor dem Hauptportal. In der Eingangshalle empfängt eine wuchtige geschwungene Treppe ihre Besucher. </p>



<p><a href="https://www.berlin.de/gerichte/landgericht/das-gericht/wir-ueber-uns/historisches/artikel.531439.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Als erstes Gebäude Berlins verfügte das 1906 als hochmoderner Bau geltende Kriminalgericht über eine elektrische Beleuchtung.</a> Es war sogar mit eigenem Kraftwerk, Personenaufzügen, einer Zentralheizung, einer Telefonanlage und einem Wasserturm ausgestattet. </p>



<p>Ein geheimes System aus Gängen ermöglichte es, die Angeklagten aus dem benachbarten Untersuchungsgefängnis Moabit in die Gerichtssäle zu führen. So wurde verhindert, dass sie unterwegs Zeugen oder Angehörigen begegnen konnten. </p>



<p>Der wilhelminische Bau verfügt über 21 Gerichtssäle – eine Zeitung kommentierte 1911: „Um sich in dem Labyrinth von Korridoren, Treppen und Seitengängen zurechtzufinden, wird es eines längeren Studiums bedürfen“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kriminalgericht-berlin-moabit-eingangshalle-foyer-1.jpg"><img decoding="async" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kriminalgericht-berlin-moabit-eingangshalle-foyer-1.jpg" alt="" class="wp-image-406"/></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69122443" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Haupttreppe in der Eingangshalle von Membeth &#8211; Eigenes Werk, CC0.</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung</h2>



<p>Da die Kapazitäten des Gebäudes nicht mehr ausreichten, wurden ab den 1950er Jahren die Gebäudeteile B bis E zu dem Komplex hinzugefügt. Ihre Architektur fällt entgegen des Hauptgebäudes eher nüchtern aus. Heute gibt es in dem gesamten Gebäudekomplex 21 Innenhöfe und 17 Treppenhäuser. Die Korridore sind bis zu 200 Meter lang. In dem Gebäude ist das größte Strafgericht Europas untergebracht. </p>



<p>Es befindet sich das Amtsgericht Tiergarten, die Strafkammern des Landgericht Berlins und <a href="https://www.berlin.de/staatsanwaltschaft/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">weite Teile der Staatsanwaltschaft Berlins</a> in den Räumen des Kriminalgerichts. Dort arbeiten etwa 2000 Personen, darunter rund 340 Richter und 360 Staatsanwälte.</p>
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		<item>
		<title>Pankow, Görschstraße, Carl-von-Ossietzky-Gymnasium</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/pankow-goerschstrasse-carl-von-ossietzky-gymnasium/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 May 2021 11:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.architectureinberlin.com/?p=395</guid>

					<description><![CDATA[<p>Titelbild: Denkmalliste von Berlin, Nr. 09085240 von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0. Eines der spektakulärsten Schulgebäude Berlins ist das heutige Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Pankow. Da die bestehenden Schulräume des stark wachsenden damaligen Vorortes nicht mehr ausreichten, wurde 1909 mit dem Neubau unter der Leitung des Architekten Carl Fenten begonnen. Architektur des Carl-von-Ossietzky-Gymnasium Das Schulgebäude in der Görschstraße 42/44 besteht aus mehreren Flügeln. Die Fassade im Stil der Spät- bzw. Neorenaissance erstreckt sich über vier Stockwerke und wurde mit einem Terrasitedelputz verputzt. An die Fassade des Erdgeschosses wurde ein durchgehendes Bossenwerk angebracht, dass sich auch an den Gebäudeecken befindet sowie zum Abschluss</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><a href="Denkmalliste von Berlin, Nr. 09085240 von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0," target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Titelbild:</strong> Denkmalliste von Berlin, Nr. 09085240 von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a>.</em></p>



<p>Eines der spektakulärsten Schulgebäude Berlins ist <a href="https://www.gymnasium-berlin.net/carl-von-ossietzky-gymnasium" target="_blank" rel="noreferrer noopener">das heutige Carl-von-Ossietzky-Gymnasium in Pankow</a>. Da die bestehenden Schulräume des stark wachsenden damaligen Vorortes nicht mehr ausreichten, wurde 1909 mit dem Neubau unter der Leitung des Architekten Carl Fenten begonnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur des Carl-von-Ossietzky-Gymnasium</h2>



<p>Das Schulgebäude in der Görschstraße 42/44 besteht aus mehreren Flügeln. Die Fassade im Stil der Spät- bzw. Neorenaissance erstreckt sich über vier Stockwerke und wurde mit einem Terrasitedelputz verputzt. An die Fassade des Erdgeschosses wurde ein durchgehendes Bossenwerk angebracht, dass sich auch an den Gebäudeecken befindet sowie zum Abschluss des mächtigen Risalits am Hauptflügel genutzt wurde. Im Bereich des Risalits befindet sich im dritten Stock eine große Aula. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-pankow-goerschstrasse-carl-von-ossietzky-gymnasium-eingang-1.jpg"><img decoding="async" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-pankow-goerschstrasse-carl-von-ossietzky-gymnasium-eingang-1.jpg" alt="" class="wp-image-398"/></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5345966" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ADN-ZB Link 15.4.87 Berlin: Die Erweiterte Oberschule Carl von Ossietzky in Pankow von Bundesarchiv, Bild 183-1987-0415-301 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de</a>.</figcaption></figure>



<p>Über den Fenstern des dritten Stocks wurden Gesimse angebracht. Darüber thront ein mächtiger, sich über vier Etagen erstreckender Giebel, der reichlich mit Ornamenten verziert wurde. Den Giebelabschluss bildet eine Minervastatue. Der Hauptflügel schließt am östlichen Ende mit einem Turm ab. Am westlichen Ende befindet sich der Eingangsbereich in einem Eckturm, der das Haupttreppenhaus enthält. Sein Dach besteht aus einer Kupferkuppel, wo im Schulbetrieb auch astronomische Beobachtungen gemacht werden konnten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Ornamente schmücken das gesamte Gebäude</h2>



<p>Beide Türme sind ebenfalls mit zahlreichen Ornamenten geschmückt. Zur Straße hin erstreckt sich der deutlich kleinere Westflügel, dessen Gebäudehöhe sich bis auf das Niveau der umliegenden Wohnhäuser absenkt. Auch hier befindet sich ein Giebel, der jedoch mit zwei Stockwerken deutlich kleiner ausfällt. Auf ihm thront eine weibliche Figur, welche die Eitelkeit symbolisieren soll. Hinter dem Hauptgebäude befindet sich der ausladende Schulhof, der von drei weitläufigen Gebäudeflügeln gesäumt wird. Auch hier wurde mit Türmen, Giebeln und Gesimsen für eine abwechslungsreiche Architektur gesorgt. </p>



<p>An allen Häuserfassaden finden sich immer wieder Ornamente und Bilder, welche Szenen aus der Märchenwelt darstellen. Im gesamten Gebäudekomplex befinden sich 150 Schulräume mit speziellen Räumen für Naturwissenschaften sowie Kunst und Gestaltung. Die Aula verfügt über eine Galerie und fasst bis zu 770 Personen. Das Haupttreppenhaus hat eine monumentale Erscheinung, die Korridore sind in romanischem, gotischem und <a href="https://www.kunstundreisen.de/kunst/stil-epochen/architektur/renaissance-baustil.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Spätrenaissancestil</a> gehalten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung </h2>



<p>Der Bau konnte nach nur einem Jahr Bauzeit 1910 fertig gestellt werden, die Kosten beliefen sich auf 1.980.000 Mark. Eine spezielle Heizungsanlage sorgte für Wärme in den Räumen. Als Schule geplant, ist das Gebäude immer als solche genutzt worden, zunächst als höhere Mädchenschule und für das Lehrerinnenseminar. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-pankow-goerschstrasse-carl-von-ossietzky-gymnasium-carl-von-ossietzky-widerstand-briefmarke-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="640" height="393" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-pankow-goerschstrasse-carl-von-ossietzky-gymnasium-carl-von-ossietzky-widerstand-briefmarke-1.jpg" alt="" class="wp-image-397" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-pankow-goerschstrasse-carl-von-ossietzky-gymnasium-carl-von-ossietzky-widerstand-briefmarke-1.jpg 640w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-pankow-goerschstrasse-carl-von-ossietzky-gymnasium-carl-von-ossietzky-widerstand-briefmarke-1-300x184.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4571513" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Carl von Ossietzky und die <em>Weltbühne</em> <em>(bundesdeutsche Briefmarke, 1989)</em> gemeinfrei.</a></figcaption></figure>



<p>In den 1920ern trug die Schule den Namen Richard-Wagner-Lyzeum, 1939 firmierte sie unter Anna-Magdalena-Bach-Schule, bis sie Anfang der 1946 ihren heutigen Namen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Ossietzky" target="_blank" rel="noreferrer noopener">nach dem Publizisten Carl von Ossietzky</a> erhielt. Ab 1950 war diese Schule eine Oberschule sowohl für Mädchen als auch für Jungen.</p>
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		<title>Schützenstraße 6-6a/Charlottenstraße, Hotel Roter Adler</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/schuetzenstrasse-6-6a-charlottenstrasse-hotel-roter-adler/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Apr 2021 10:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Titelbild: Geschäftshaus und ehemaliges Hotel &#8222;Roter Adler&#8220; in der Schützenstraße 6-6A, Ecke Charlottenstraße (links), in Berlin-Mitte von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0. In der Schützenstraße 6 an der Ecke zur Charlottenstraße steht das Hotel Roter Adler, eines der repräsentativsten Jugendstilgebäude in Berlin Mitte. Wer heute vor dem Gebäude steht, dem fällt sofort der Stilmix aus unterschiedlichen Zeiten auf: Der Gebäudeeinschub an der Straßenecke stammt aus einer neueren Zeit, ist seine Fassade doch so viel heller, schmuckloser und sachlicher als die aufwendig verzierten Außenwände der beiden originalen Gebäudeteile. Architektur Anno 1907 wurde das Hotel mit vielen Erkern und Fassadenmalereien sowie Ornamenten erbaut. Der</p>
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<p><em><a href="Geschäftshaus und ehemaliges Hotel &quot;Roter Adler&quot; in der Schützenstraße 6-6A, Ecke Charlottenstraße (links), in Berlin-Mitte von Jörg Zägel - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0," target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Titelbild: </strong>Geschäftshaus und ehemaliges Hotel &#8222;Roter Adler&#8220; in der Schützenstraße 6-6A, Ecke Charlottenstraße (links), in Berlin-Mitte von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a>.</em></p>



<p>In der Schützenstraße 6 an der Ecke zur Charlottenstraße steht das Hotel Roter Adler, eines der repräsentativsten Jugendstilgebäude in Berlin Mitte. Wer heute vor dem Gebäude steht, dem fällt sofort der Stilmix aus unterschiedlichen Zeiten auf: Der Gebäudeeinschub an der Straßenecke stammt aus einer neueren Zeit, ist seine Fassade doch so viel heller, schmuckloser und sachlicher als die aufwendig verzierten Außenwände der beiden originalen Gebäudeteile.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur</h2>



<p>Anno 1907 wurde das Hotel mit vielen Erkern und Fassadenmalereien sowie Ornamenten erbaut. Der <a href="https://wildeast.blog/jugendstil-in-berlin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Baumeister war Otto Michaelsen</a>, weshalb das Gebäude auch unter dem Namen Michaelsen-Palais bekannt war. In dem Jugendstilgebäude finden sich ebenso Elemente aus der <a href="https://www.daskreativeuniversum.de/renaissance-architektur-merkmale/">Architektur der Renaissance</a> und der Gotik wieder. Der heutige zusätzliche Kontrast zwischen alt und neu lässt den Bau einzigartig und besonders originell erscheinen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-michaelsen-palais-mit-dem-schweifgiebel-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="640" height="427" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-michaelsen-palais-mit-dem-schweifgiebel-1.jpg" alt="" class="wp-image-390" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-michaelsen-palais-mit-dem-schweifgiebel-1.jpg 640w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-michaelsen-palais-mit-dem-schweifgiebel-1-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58300309" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Michaelsen-Palais mit dem Schweifgiebel von Marek Sliwecki &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0.</a></figcaption></figure>



<p>Neben gemalten Jugendstilmotiven sowie gotischen und romanischen Ornamenten sind auf der Fassade patriotische Figuren zu sehen: Über dem großen Giebel sind Karl der Große und Wilhelm I. dargestellt. Neben weiteren Persönlichkeiten schauen die Abbildungen von Freiherr vom und zum Stein und Otto von Bismarck von der Häuserwand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung</h2>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-eingangsportal-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-eingangsportal-1.jpg" alt="" class="wp-image-391" width="280" height="403" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-eingangsportal-1.jpg 334w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-hotel-roter-adler-eingangsportal-1-209x300.jpg 209w" sizes="(max-width: 280px) 100vw, 280px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17246567" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Eingangsportal des denkmalgeschützten Gebäudes &#8222;Hotel Roder Adler&#8220; in der Schützenstraße 6 und 6A in Berlin-Mitte von Assenmacher &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.</a></figcaption></figure></div>



<p>Das Gebäude wurde ursprünglich für den Kaufmann Emil Vogt errichtet. Dieser musste es jedoch nur ein Jahr nach dem Bauende an die Winterthur-Versicherung verkaufen, die dort bis zum Ausbruch des Krieges residierte. Nach dem Krieg war dort sowohl das Hotel Roter Adler als auch ein Bürotrakt an der Charlottenstraße untergebracht. Letzterer wurde durch die Berliner Oberstaatsanwaltschaft und die Strafsenate des Kammergerichts genutzt. Nur wenige Jahre nach der Fertigstellung des Gebäudes, im Jahr 1915, wurde das Hotel vollkommen in ein Geschäftsgebäude umgenutzt. </p>



<p>Während der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude, wie viele andere repräsentative Bauten in Berlin, stark beschädigt. Ein Großteil des sich über die Charlottenstraße erstreckenden Gebäudeteils war nicht mehr zu retten. <a href="https://www.bpb.de/geschichte/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/47148/ddr-betriebe">Die noch intakten und wiederhergestellten Gebäudeabschnitte wurden zur Zeit der DDR vom Tief- und Straßenbauamt genutzt.</a> Nach der 1990 beanspruchte die Versicherung das Gebäude für sich. Es sollte abgerissen werden, doch dank des Denkmalschutzes blieb es erhalten. </p>



<p>Im Jahr 2001 wurde die ehemals zerstörte Gebäudeecke stark vereinfacht rekonstruiert. Der Neuaufbau durch die Architekten Nalbach und Nalbach kostete rund 40 Millionen D-Mark. Heute wird es als „exklusives Bürogebäude“ vermietet.</p>
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		<title>Köpenicker Straße 95, Luisenstädtische Bank</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/koepenicker-strasse-95-luisenstaedtische-bank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2021 10:12:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ehemalige Luisenstädtische Bank ist eines der letzten Gebäude aus der Vorkriegszeit in der Köpenicker Straße. Der Bau im Stil der Neorenaissance trägt die Hausnummer 95. Es wurde zwischen 1898 und 1899 von dem Architekten Gustav Knoblauch errichtet. Heute stehen die Räume des denkmalgeschützten Gebäudes leer. Architektur Die Hauptmerkmale des Eckgebäudes sind der halbrunde Erker, der sich zwischen dem ersten und dem vierten Geschoss erstreckt. Der Erker schließt mit einer kuppelförmigen Haube ab. Im Dachgeschoss wurde mittig ein treppenartiger Giebel mit Spitze angebracht. Ornamente verzieren den über dem Gebäude thronenden Giebel. Die unteren beiden Geschosse sind für Geschäftsräume vorgesehen, in den vier Stockwerken darüber befinden</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die ehemalige Luisenstädtische Bank ist eines der letzten Gebäude aus der Vorkriegszeit in der Köpenicker Straße. Der Bau im Stil der Neorenaissance trägt die Hausnummer 95. Es wurde zwischen 1898 und 1899 von dem Architekten Gustav Knoblauch errichtet. Heute stehen die Räume des denkmalgeschützten Gebäudes leer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-luisenstaedtische-bank-koepenicker-strasse-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="473" height="720" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-luisenstaedtische-bank-koepenicker-strasse-1.jpg" alt="" class="wp-image-382" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-luisenstaedtische-bank-koepenicker-strasse-1.jpg 473w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-luisenstaedtische-bank-koepenicker-strasse-1-197x300.jpg 197w" sizes="(max-width: 473px) 100vw, 473px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7443866" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die ehemalige Luisenstädtische Bank in der Köpenicker Straße 95 in Berlin-Mitte von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a>.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur</h2>



<p>Die Hauptmerkmale des Eckgebäudes sind der halbrunde Erker, der sich zwischen dem ersten und dem vierten Geschoss erstreckt. Der Erker schließt mit einer kuppelförmigen Haube ab. Im Dachgeschoss wurde mittig ein treppenartiger Giebel mit Spitze angebracht. Ornamente verzieren den über dem Gebäude thronenden Giebel. Die unteren beiden Geschosse sind für Geschäftsräume vorgesehen, in den vier Stockwerken darüber befinden sich Wohnungen. Die beiden Nutzungsarten werden auf der Fassade optisch durch ein Gesims getrennt. </p>



<p>Hier wurde ein Relief angebracht, das auf den ehemaligen Besitzer des Gebäudes, die „Luisenstädtischen Bank“, verweist. Die Fenster im Erdgeschoss sowie die Eingangstür schließen oben mit einem Rundbogen ab. Über der linken Fensterachse wurde im vierten Stock eine Loggia eingelassen. Das gemauerte Balkongeländer wird von Ornamenten und Gesimsen geziert. Die Fassade sollte nach den Plänen von Gustav Knoblauch ursprünglich mit Sandstein geschmückt werden, aufgrund der hohen Kosten sah der Architekt jedoch davon ab und verputzte die Außenwand lediglich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung</h2>



<p>Nachdem das Gebäude in den 1890ern fertig gestellt war, zog das Geldinstitut „Luisenstädtische Bank“ ein. Vor dem Haus steht ein Denkmal, das dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Schulze-Delitzsch" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mitbegründer der Bank Hermann Schulze-Delitzsch (1808 – 1883)</a> gesetzt wurde. Ab dem Jahr 1928 nutzte die Köpenicker Bank das Gebäude. In der Zeit der DDR war die VEB Elektrotechnik dort untergebracht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-denkmal-hermann-schulze-delitzsch-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="540" height="720" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-denkmal-hermann-schulze-delitzsch-1.jpg" alt="" class="wp-image-384" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-denkmal-hermann-schulze-delitzsch-1.jpg 540w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-denkmal-hermann-schulze-delitzsch-1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 540px) 100vw, 540px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=962272" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Denkmal für Hermann Schulze-Delitzsch am gleichnamigen Platz, der den Beginn der Köpenicker Straße markiert von Andreas Steinhoff, Attribution.</a></figcaption></figure>



<p>Nach der Wende zog die Köpenicker Bank wieder in die Räume ein, bis sie 1998 auszog. Seither werden die Räume nicht mehr genutzt. Mit dem Wiedereinzug der Köpenicker Bank wurde das Gebäude komplett rekonstruiert. Das Haus wurde unter Denkmalschutz gestellt.</p>
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		<title>Ehemalige Ritterschaftsbank am Zietenplatz</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/ehemalige-ritterschaftsbank-am-zietenplatz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 09:31:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.architectureinberlin.com/?p=371</guid>

					<description><![CDATA[<p>Titelbild: Kur- und Neumärkische Haupt- und Ritterschafts-Direktion, Ecke vom ehemaligen Wilhelmplatz (links) und Zietenplatz von Beek100 &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0. Ende des 19. Jahrhunderts entstand am Zietenplatz in Berlin Mitte der Sitz der Kur- und Neumärkischen Haupt- und Ritterschaftsbank. Das „Kreditinstitut auf Gegenseitigkeit“, als welches die Ritterschaftsdirektion eingerichtet wurde, vergab Kredite an Adelige für heruntergewirtschaftete Adelsgüter. 1892 konnte die Bank in das Gebäude am Wilhelmsplatz Nummer 6, der heutigen Mohrenstraße 66 an der Ecke zur Wilhelmstraße, einziehen. Gegenüber befand sich bis zum Zweiten Weltkrieg das damals größte Hotel Berlins, der „Kaiserhof“. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Architektur der Ritterschaftsbank Das fünfstöckige, repräsentative</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7022344" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Titelbild:</strong> Kur- und Neumärkische Haupt- und Ritterschafts-Direktion, Ecke vom ehemaligen Wilhelmplatz (links) und Zietenplatz von Beek100 &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a></em>.</p>



<p>Ende des 19. Jahrhunderts entstand am Zietenplatz in Berlin Mitte der Sitz der Kur- und Neumärkischen Haupt- und Ritterschaftsbank. Das „Kreditinstitut auf Gegenseitigkeit“, als welches die Ritterschaftsdirektion eingerichtet wurde, vergab Kredite an Adelige für heruntergewirtschaftete Adelsgüter. 1892 konnte die Bank in das Gebäude am Wilhelmsplatz Nummer 6, der heutigen Mohrenstraße 66 an der Ecke zur Wilhelmstraße, einziehen. Gegenüber befand sich bis zum Zweiten Weltkrieg das damals größte Hotel Berlins, der „Kaiserhof“. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-zietenplatz-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="572" height="763" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-zietenplatz-1.jpg" alt="" class="wp-image-373" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-zietenplatz-1.jpg 572w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-zietenplatz-1-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 572px) 100vw, 572px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20048147" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zietenplatz von HilmarHansWerner &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a>.</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur der Ritterschaftsbank</h2>



<p>Das fünfstöckige, repräsentative Gebäude wurde von dem Architekten Hermann Ditmar <a href="https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/stil-epochen/stil-epochen150.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">im Stil der Florentiner Renaissance</a> entworfen. Entsprechend dem damaligen Zeitgeist richtete sich die Architektur weder nach dem Barock noch nach dem Historismus oder Klassizismus. Es verfügt über eine Hausfassade aus gelbem Sandstein. Gesimse und Rundbogenfenster im ersten und dritten Stock zieren das heute ansonsten eher nüchtern gemauerte Gebäude. Bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg schmückten die Fassade darüber hinaus aufwendig gestaltete Ornamente. Das hervorstehende Dach über dem deutlich niedrigeren vierten Stock entspricht ganz der Architektur von Florentiner Renaissance-Palästen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung</h2>



<p>Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 wurde das Gebäude als Kreditinstitut, insbesondere für heruntergewirtschaftete Adelsgüter, durch die Kur- und Neumärkische Ritterschaftsdirektion bzw. die Kur- und Neumärkische Ritterschaftliche Darlehenskasse genutzt. </p>



<p>Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude bei Bombenangriffen schwer getroffen – es war zur Hälfte zerstört. Fünf Jahre nach Kriegsende begannen die Wiederaufbauarbeiten, wobei allerdings nur eine vereinfachte Variante des Gebäudes wiederhergestellt werden konnte. <a href="https://www.berlin-wilhelmstrasse.de/wilhelm-zietenplatz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Damit stehen am Wilhelmsplatz mit dem Hauptgebäude des ehemaligen Propagandaministeriums nur noch zwei Gebäude aus der Vorkriegszeit.</a> </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-wilhelmplatz-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="640" height="262" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-wilhelmplatz-1.jpg" alt="" class="wp-image-374" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-wilhelmplatz-1.jpg 640w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-ritterschaftsbank-wilhelmplatz-1-300x123.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5811797" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wilhelmplatz um 1901 von Titzentahler, Waldemar &#8211; Scan from book: Laurenz Demps: Berlin-Wilhelmstraße, Berlin 1994, p. 162 / Landesarchiv Berlin, F Rep. 290 Nr. II3373, Gemeinfrei</a>.</figcaption></figure>



<p>Zwischen 1951 und 1989 wurden in der ehemaligen Ritterschaftsbank die Gäste des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ministerrat_der_Deutschen_Demokratischen_Republik" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ministerrates der DDR-Regierung</a> untergebracht. Um die Jahrtausendwende nutzten das Bundesministerium für Gesundheit und die Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern das denkmalgeschützte Gebäude am Zietenplatz für zwei Jahre. </p>



<p>Die Architekten Josef Paul Kleihues und Norbert Hensel bauten das Gebäude im Jahr 2006 für die Zwecke des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales um. Noch heute wird das Gebäude vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales genutzt.</p>
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		<title>Ehemaliges Kaiserliches Postfuhramt</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/ehemaliges-kaiserliches-postfuhramt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Jan 2021 09:27:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gründerzeit in Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Titelbild: Postfuhramt (2010) von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0. Das ehemalige Kaiserliche Postfuhramt in der Oranienburger Straße an der Ecke zur Tucholskystraße ist eines der repräsentativsten Gebäude der Gründerzeit in Berlin. Zwischen 1875 und 1881 wurde das aufwendig gestaltete Behördengebäude nach einem Entwurf von Carl Schwatlo im Stil der italienischen Renaissance erbaut. Architektur Den gelben Klinkerbau zieren rote und blaue Schmuckelemente. Darüber hinaus gibt es aufwendig gestaltete Terrakotta-Ornamente, Formsteine und Gesimse. An der Straßenecke befindet sich das abgeschrägte Hauptportal in einer monumentalen mit Ornamenten verzierte Rundbogennische. Diese erstreckt sich über die gesamten drei Stockwerke. Hier befand sich die Postannahmestelle. Später wurde in</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Titelbild: <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11974244" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Postfuhramt (2010) von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a></em>.</p>



<p>Das ehemalige Kaiserliche Postfuhramt in der Oranienburger Straße an der Ecke zur Tucholskystraße ist eines der repräsentativsten Gebäude der <a href="https://www.architectureinberlin.com/gruenderzeitbauten-in-berlin/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gründerzeit in Berlin</a>. Zwischen 1875 und 1881 wurde das aufwendig gestaltete Behördengebäude nach einem Entwurf von Carl Schwatlo im Stil der italienischen Renaissance erbaut.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Architektur</h2>



<p>Den gelben Klinkerbau zieren rote und blaue Schmuckelemente. Darüber hinaus gibt es aufwendig gestaltete Terrakotta-Ornamente, Formsteine und Gesimse. An der Straßenecke befindet sich das abgeschrägte Hauptportal in einer monumentalen mit Ornamenten verzierte Rundbogennische. Diese erstreckt sich über die gesamten drei Stockwerke. Hier befand sich die Postannahmestelle. Später wurde in der monumentalen Eingangshalle eine Zwischendecke eingezogen. Sie sollte gegen Zugluft schützen, nahm dem Gebäude jedoch viel von seiner beeindruckenden Wirkung. Über der Zwischendecke thront eine achteckige Tambourkuppel zwischen zwei kleineren Kuppeln.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-tuerschmuck-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="586" height="480" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-tuerschmuck-1.jpg" alt="" class="wp-image-369" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-tuerschmuck-1.jpg 586w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-tuerschmuck-1-300x246.jpg 300w" sizes="(max-width: 586px) 100vw, 586px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6730193" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Türschmuck in der Tucholskystraße von Manfred Brueckels &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a>.</figcaption></figure>



<p>Vom Hauptportal zweigen die beiden Gebäudeflügel in die Oranienburger Straße und die Tucholskystraße ab. Unterhalb der zwei kleineren Kuppeln schmücken Terrakotta-Ornamente die Fensterachse. Mit Kinderfiguren werden typische Symbole des Postwesens dargestellt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-terrakotta-relief-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="626" height="480" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-terrakotta-relief-1.jpg" alt="" class="wp-image-367" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-terrakotta-relief-1.jpg 626w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-terrakotta-relief-1-300x230.jpg 300w" sizes="(max-width: 626px) 100vw, 626px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6730184" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Terrakotta-Relief im Hof des Gebäudes von Manfred Brueckels &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a>.</figcaption></figure>



<p>Zwischen den Fenstern im Erdgeschoss befinden sich 25 Porträts von Persönlichkeiten, die für das Postwesen im engeren und das Verkehrswesen im weiteren Sinne von Bedeutung waren. Besucher laufen entlang des Gebäudes an Abbildungen von Herodot, Marco Polo, Johann Gutenberg, Christoph Kolumbus, Nikolaus Kopernikus und weiteren großen Namen der Geschichte vorbei. Ein 26. Portrait wurde im Krieg zerstört. </p>



<p>Im Hof des Hauptgebäudes befanden sich parallel zur Tucholskystraße zwei Stallgebäude, in denen bis zu 250 Pferde untergebracht werden konnten.</p>



<p>Am nördlichen Ende der Stallungen wurde das Rohrpostgebäude mit seinem Kessel- und Maschinenraum errichtet. In dem Gebäude waren außerdem Teile eines Fernsprechamtes sowie Unterrichtsräume der Post- und Telegrafenschule und mehrere Dienstwohnungen untergebracht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Geschichte und aktuelle Nutzung</h2>



<p><a href="https://www.meinberlin-erleben.de/meene-bummelmeile/die-o-burger-mit-dem-kaiserlichen-postfuhramt.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bereits vor dem Bau des Kaiserlichen Postfuhramtes befand sich an diesem Ort ein Postilliongebäude.</a> Dieses war jedoch nicht mehr für die Belange der stark wachsenden Stadt ausgerichtet. Die Ställe waren baufällig. Aufgrund der Enge wurden viele Pferde krank und starben. Das neu errichtete Kaiserliche Postfuhramt schaffte hier Abhilfe. </p>



<p>In den Bombenangriffen des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude schwer beschädigt. Der Flügel in der Tucholskystraße, ehemals Artilleriestraße, wurde stark getroffen. Der Flügel in der Oranienburger Straße brannte aus. </p>



<p>Nach dem Krieg wurden die noch intakten Gebäudepartien bis in die 1970er Jahre wieder als Postfuhramt genutzt. Danach wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und erste Renovierungsarbeiten vorgenommen. 1995 wurde der Postbetrieb eingestellt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-2001-verhuellt-1.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="600" height="480" src="http://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-2001-verhuellt-1.jpg" alt="" class="wp-image-366" srcset="https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-2001-verhuellt-1.jpg 600w, https://architectureinberlin.com/wp-content/uploads/2021/01/architectureinberlin-blog-gruenderzeit-in-berlin-kaiserliches-postfuhramt-2001-verhuellt-1-300x240.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20987606" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Postfuhramt 2001, verhüllt mit 5000 Liebesbriefen von SpreeTom &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0</a>.</figcaption></figure>



<p>Künstler stellten dort ihre Werke aus, bis die Deutsche Post AG 2005 das Gebäude an einen israelischen Investor verkaufte. Statt der geplanten Wohnungen und den Hotels, die dort entstehen sollten, wurde das Gebäude 2012 an Biotronik weiterverkauft. Biotronik ist Hersteller von medizintechnischen Produkten.</p>
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		<title>Das KaDeWe damals und heute</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/das-kadewe-damals-und-heute/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2020 10:22:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wahrzeichen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bildquelle: Von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0. 1907 errichtet der Architekt Johann Emil Schaudt in der damals noch selbständigen Stadt Charlottenburg und vor den Toren der neu entstandenen Reichshauptstadt Berlin das noch heute so genannte Kaufhaus des Westens (KaDeWe) als Warenhaus. Nach einem Vorbild amerikanischer Kaufhäuser konzentrieren sich nach nur einjähriger Bauzeit viele kleine Fachabteilungen auf 24.000 Quadratmetern Verkaufsfläche unter einem Warendach. Nach mehrmaligen Umbauten und Modernisierungen ist es heute mit einer Fläche von 60.000 Quadratmetern nach dem Harrods in London das zweitgrößte Kaufhaus in Europa. Und die Planungen gehen weiter. Mit dem Anbau von Außenfahrstühlen sowie einer Dachterrasse mit Freiluftgarten will</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=27373115">Bildquelle: Von Jörg Zägel &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0.</a></p>
<p>1907 errichtet der <a href="https://dewiki.de/Lexikon/Johann_Emil_Schaudt">Architekt Johann Emil Schaudt</a> in der damals noch selbständigen Stadt Charlottenburg und vor den Toren der neu entstandenen Reichshauptstadt Berlin das noch heute so genannte Kaufhaus des Westens (KaDeWe) als Warenhaus. Nach einem Vorbild amerikanischer Kaufhäuser konzentrieren sich nach nur einjähriger Bauzeit viele kleine Fachabteilungen auf 24.000 Quadratmetern Verkaufsfläche unter einem Warendach.</p>
<p>Nach mehrmaligen Umbauten und Modernisierungen ist es heute mit einer Fläche von 60.000 Quadratmetern nach dem Harrods in London das zweitgrößte Kaufhaus in Europa. Und die Planungen gehen weiter. Mit dem Anbau von Außenfahrstühlen sowie einer Dachterrasse mit Freiluftgarten will der derzeitige Besitzer seinen Besuchern das die Berliner City West bestimmende Haus auch unabhängig vom laufenden Warenhausbetrieb erlebbar machen.</p>
<h2>Außen sachlich neoklassizistisch, innen gediegen modern</h2>
<p>Baupolizeilichen Vorschriften entsprechend gliedert sich das fünfstöckige Gebäude horizontal wie ein Wohnhaus, nur zwei Mittelrisaliten unterbrechen die Fassade <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchheimer_Muschelkalk">aus fränkischem Muschelkalk</a>. Diese Forderungen ergeben sich nach einer Kampagne anliegender Einzelhändler zum Schutz vor der neuen Betriebsform Warenhaus. Auch sonst weichen Außen- und Innengestaltung von der eher großzügigen und pompösen Aufmachung bereits vorhandener Häuser in Deutschland und Frankreich ab. So gibt es weder Glasfassade noch üblichen Eckrundungen am Gebäude. Statt des über alle Etagen reichenden, glasüberdachten Lichthofes gestaltet der Architekt eine zweigeschossige, holzgetäfelte und kassettierte Eingangshalle mit zwei seitlichen Marmorportalen. In den sich anschließenden Innenhöfen mit Gärtchen und Springbrunnen finden Kunden Ruhe.</p>
<p>In den halbrunden Risaliten befinden sich auch heute noch Treppenhäuser, an der Fassade über dem Eingang prunkt als auffälliger Fassadenschmuck ein kleiner Balkon mit einer drei Meter Durchmesser fassenden Wanduhr. Ein Uhrspiel mit dem Wahrzeichen des Hauses, einer unter vollen Segeln stehenden Hansekogge, verkündet Zeit und Stunde.</p>
<p>Naturstein und Täfelungen aus australischem Moaholz prägen die eher gediegen und reduziert gestalteten Innenräume, elektrisches Licht spenden Kohlefadenlampen. <a href="https://www.berliner-unterwelten.de/verein/forschungsthema-untergrund/netzwerke/die-berliner-stadtrohrpost.html">Als technisches Highlight verbindet ein Rohrpostsystem über eine Gesamtlänge von 18 Kilometern die 150 Zahlstellen mit der Zentralkasse.</a> Wegen der Fehlerhäufigkeit ersetzen Registrierkassen das englische Fabrikat nach wenigen Jahren.</p>
<p>1929 bis 1930 erweitert sich die Verkaufsfläche um zwei Vollgeschosse und Dachgartenterrasse, darunter auch die noch heute Maßstäbe vorgebende Feinkostetage mit Entlüftungsapparaturen. Das bisherige Walmdach ersetzt nun ein Mansardendach, die bisher vorhandenen 13 Personen- und Lastenaufzüge werden modernisiert und zahlenmäßig erhöht.</p>
<h2>Kriegsbedingter Wiederaufbau und Entwicklung zum Luxustempel</h2>
<p>Im Zweiten Weltkrieg stürzt ein amerikanisches Kampfflugzeug auf das Gebäude, es brennt fast vollständig aus. Zur Wiedereröffnung 1950 präsentiert sich das KaDeWe mit nach Plänen des Architekten Hans Soll erheblich vereinfacht gestalteten Etagen.</p>
<p>Erst mit den Um- und Ausbauten in den 70er Jahren gelingt der Qualitätssprung in Angebot und Innenarchitektur, das KaDeWe erinnerte wieder an das hohe Niveau der Gründerzeit. Über einen überdachten Brückengang gelangen Kunden direkt in die dritte Etage, 44.000 Quadratmeter Einkaufsfläche offerieren der Westberliner Klientel ein gehobenes Kaufhaussortiment und Feinkostwaren.</p>
<p>Die letzte Erweiterung erfolgt von 1991 bis 1994 durch die Aufstockung einer 7. Etage. Im Zusammenhang mit der 100-Jahr-Feier des Hauses und geprägt von fortlaufenden Veränderungen der Besitz- und Führungsverhältnisse gibt es 2004 bis 2007 eine erneute Phase größerer Modernisierungs- und Umbauarbeiten, ganze Abteilungen und Restaurants werden verändert, ausgelagert und geschlossen.</p>
<p>Die <a href="https://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/neue-plaene-fuer-den-umbau-des-kadewe-14022333.html">2016 vom Architekturbüro Koolhaas vorgestellten Umbaupläne</a> gelten als die tiefgreifendsten Veränderungen: Das Haus soll optisch in vier, jeweils sich um ein Atrium gruppierende Sektionen aufgeteilt werden. Gewollt ist eine gestalterische Gliederung von Geschäftsbereichen mit verbesserter Kundenorientierung. Für die Dachgestaltung wird eine kantige Glas-Stahlträger-Fassade das bisherige Rundgewölbe ersetzen. Mit diesen Maßnahmen soll der Wunsch der derzeitigen Besitzer wahr werden, neben einem hochwertigen Warenangebot auch außerordentliche Erlebnisse zu bieten.</p>
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		<title>Die James-Simon-Galerie komplettiert die Museumsinsel</title>
		<link>https://architectureinberlin.com/die-james-simon-galerie-komplettiert-die-museumsinsel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Architect]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2020 10:30:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Moderne Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Museen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bildquelle: Von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) &#8211; Eigenes Werk, FAL Die neue Vortragsreihe „Netzwerk Museumsinsel“ diskutiert baulich wie auch ideell die Thematik des richtigen Zugangs zu den vielen Einzelmuseen. Baulich wurde der Zugang 2019 mit der Eröffnung der James-Simon-Galerie als zentrales und den zeitgemäßen Publikumsansprüchen entsprechendes Eingangsgebäude neu definiert. Benannt ist das Gebäude nach James Simon (1851 – 1932), einem der größten Wohltäter der Staatlichen Museen zu Berlin. Architektur verbindet Der 1993 durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ausgeschriebene Architektenwettbewerb erfasste bereits die „Errichtung von Verbindungs- und Ergänzungsbauten“. In dem neuen und sechsten Gebäude sollen sich wichtige Funktionen für Service und Infrastruktur an einer Stelle</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81686978">Bildquelle: Von A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) &#8211; Eigenes Werk, FAL</a></p>
<p>Die neue Vortragsreihe „Netzwerk Museumsinsel“ diskutiert baulich wie auch ideell die Thematik des richtigen Zugangs zu den vielen Einzelmuseen. Baulich wurde der Zugang 2019 mit der Eröffnung der James-Simon-Galerie als zentrales und den zeitgemäßen Publikumsansprüchen entsprechendes Eingangsgebäude neu definiert. <a href="https://www.fr.de/kultur/kunst/james-simon-galerie-berlin-schoenheit-funktionalitaet-programmatik-12781028.html">Benannt ist das Gebäude nach James Simon (1851 – 1932), einem der größten Wohltäter der Staatlichen Museen zu Berlin.</a></p>
<h2>Architektur verbindet</h2>
<p>Der 1993 durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ausgeschriebene Architektenwettbewerb erfasste bereits die „Errichtung von Verbindungs- und Ergänzungsbauten“. In dem neuen und sechsten Gebäude sollen sich wichtige Funktionen für Service und Infrastruktur an einer Stelle bündeln. Der 1999 beschlossene <a href="https://www.architectureinberlin.com/was-die-museumsinsel-auszeichnet/">Masterplan Museumsinsel</a> bestimmt schließlich den optischen Lückenschluss zwischen Kupfergraben und Neuem Museum. An diesem Platz stand einst ein Gewerbebau, die 1938 abgerissene Schinkelsche Packhofanlage.</p>
<p>Architekt David Chipperfield übersetzt mit seinem Bau das historische Element der auch die Museumsinsel prägenden Kolonnadengänge in eine zeitgenössische, schlichte Form. Dem ankommenden Besucher offenbart sich auf unterschiedlich hohen Ebenen ein transparenter und durch filigrane Stabreihung definierter Körper mit vielfältigen Blicken auf die Fassade des nebenliegenden Neuen Museums. Ein zusätzlicher Bezug zum angrenzenden Pergamonmuseum schafft die Fortsetzung der Architektur über einen hohen Sockelbau. Zwischen dem Neuen Museum und der James-Simon-Galerie liegt der Neue Hof, ein lang gestreckter Freigang und gedacht als Ankunfts- und Orientierungsort. Von hier aus erhalten die Besucher Zugang zu fast allen Bereichen der Museumsinsel. Das Gebäude der James-Simon-Galerie selbst erschließt sich über eine weithin sichtbare, großzügige Freitreppe.</p>
<h2>Helle und Großzügigkeit dominieren</h2>
<p>Das circa 100 Meter lange Gebäude gliedert sich mit einer Nutzfläche von rund 4.600 Quadratmetern in fünf versetzt liegende Ebenen, großzügig durch Treppen, Foyers und Fahrstühle verbunden. Die hohen Räume geben ausreichend Platz für Bewegung, Sicht und Kommunikation.</p>
<p>Das obere Geschoss empfängt die Besucher mit Kassenbereich, Information, Restaurant und einer Terrasse mit Blick auf das neue Humboldt-Forum. Das darunterliegende Mezzaningeschoss beherbergt Garderoben, Schließfächer, Toiletten und Museumsshop. Auf den weiteren Ebenen finden sich Flächen für Sonderausstellungen und Veranstaltungen, ein Auditorium und Räume zur Ausstellungsvorbereitung. Das Untergeschoss ist für Technik- und Lagerräume reserviert. Aus dem Obergeschoss sind der Rundgang <a href="https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/antike-architekturen/">Antike Architekturen im Pergamonmuseum</a> sowie auf der unteren Ebene die Archäologische Promenade mit einer Verbindung zu vier der fünf historischen Häuser direkt zugänglich. Die historischen Zugänge zu den Museen bleiben ergänzend bestehen.</p>
<p>Der in neutralem Perlgrau hell scheinende Bau ist aus Betonwerkstein mit Zuschlägen aus grobkörnigem weißem Marmorsplitt. Die sandgestrahlten Oberflächen nehmen die Optik der Betonfertigteile des Neuen Museum auf. Im Inneren dominieren Sichtbetonwände ohne dekorative Elemente, ein Fußboden aus Muschelkalk und Einbauten aus französischem Nussbaumholz. Die Verwendung von Beton soll die monolithische, fugenlos aus einem Stück ersichtliche Architektur optisch unterstützen.</p>
<h2>Architekturpreis Beton 2020</h2>
<p>In Würdigung der herausragenden Leistungen um die Architektur und Baukunst und den Einsatz des Baustoffes Beton vergibt das <a href="https://www.beton.org/organisation/informationszentrum-beton/">InformationsZentrum Beton</a> in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architekten BDA einen seiner Preise der James-Simon-Galerie.</p>
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